TuS Brackel Judo

Turn- und Sportverein 1891 e.V. Dortmund Brackel

Regelwerk

Wertungen

Es gibt beim Judo mehrere Möglichkeiten einen Kampf für sich zu entscheiden. Die wichtigsten sind:
Pokal
  • durch einen Wurf, bei dem der Gegner mit Schwung und Kontrolle voll auf den Rücken gefallen ist,
  • durch einen Haltegriff, der 20 Sekunden gehalten wird,
  • durch Abschlagen (Aufgeben) des Gegners z.B. auf Grund eines Würgers oder Hebels.
Beim Judo gibt es 2 verschiedene Wertungen:
Die höchste ist Ippon. Diese wird bspw. vergeben, wenn einer der oben genannten Punkte erfüllt wurde. Ein Ippon führt automatisch zum Sieg.
Waza-Ari ist eine kleine Wertung. Diese wird vergeben, wenn der Gegner nicht vollständig auf den Rücken fällt, es an Schwung oder Kontrolle mangelt oder ein Haltegriff nur 10 - 19 Sekunden lang gehalten wird.

Strafen

Für unfaire oder unsportliche Handlungen gibt es Strafen:
Die 'kleine' Strafe heißt Shido und kann bis zu dreimal vergeben werden, wobei der 3. Shido dann in eine 'große' Strafe (Hansoku-Make) umgewandelt wird. Shido wird für kleine Vergehen, wie zu passives Kämpfen, das Verlassen der Kampffläche, oder bei irregulären Griffarten vergeben.
Die 'große' Strafe heißt Hansoku-Make. Sie wird für grob unsportliches Verhalten oder Aktionen, die den Partner gefährden, vergeben. Hansoku-Make führt in jedem Fall zur Niederlage (Technisches K.o.). Ein direktes, also nicht aufaddiertes Hansoku-Make kann zur Disqualifikation vom Turnier führen.

Siegerehrung

Weitere Kommandos

Der Kampf beginnt, nachdem beide Kämpfer in die Matte getreten sind, sich im Stand verbeugt haben und der Kampfrichter 'Hajime', das Kommando zum Beginn des Kampfes, gesagt hat. Um den Kampf zu unterbrechen (z.B. um Strafen zu geben) ruft der Kampfrichter 'Mate'. Die Kämpfer stellen sich nun wieder auf ihre Anfangspositionen und warten auf ein erneutes 'Hajime' des Kampfrichters. Der Kampf endet mit dem Kommando 'Sore-Made'. Die Kämpfer stellen sich wieder auf ihre Anfangspositionen und der Kampfrichter zeigt auf den Sieger. Anschließend verbeugen sich die Kämpfer, geben sich die Hand und verlassen die Matte.

Besonderheiten in den verschiedenen Altersklassen

Grundsätzlich wird beim Wettkampfjudo in sechs verschiedenen Altersklassen (U10, U13, U15, U18, U21 und Senioren) gekämpft. Manche dieser Altersklassen haben Besonderheiten im Regelwerk, um die Kämpfer nicht zu gefährden.
  • U10: In der U10, wird nicht wie in allen anderen Klassen, in festen Gewichtsgruppen gekämpft. Eine Aufteilung in weibliche und männliche Kampfklassen wird ebenfalls nicht vorgenommen. Stattdessen werden die Kämpfer in 'gewichtsnahe Gruppen' eingeteilt. Verboten sind alle Formen von Hebel- und Würgetechniken im Stand und im Boden, sowie das Greifen um den Kopf des Partners im Stand. Die Kampfzeit beträgt anderthalb oder zwei Minuten.
  • U13: Hier werden die Kämpfer nach Geschlechtern getrennt. Ebenfalls sind feste Gewichtsklassen gesetzt, in die die Kämpfer vor dem Turnier eingewogen werden. Weiterhin verboten sind jegliche Hebel- und Würgetechniken im Stand und im Boden und das reine Greifen um den Kopf (Schwitzkasten). Die Kampfzeit beträgt zwei Minuten.
  • U15: In der U15 sind Hebeltechniken im Boden erlaubt. Verboten bleiben weiterhin Würger und Standhebel. Die Kämpfer werden in Gewichtsklassen eingeteilt. Die Kampfzeit beträgt drei Minuten.
  • U18 und U21: Ab der Jugend U18 darf man hebeln und würgen. Die Kampfzeit beträgt vier Minuten.
  • Senioren: Frauen haben weiterhin eine Kampfzeit von vier Minuten, Männer kämpfen fünf Minuten.

Äußeres

Generell wird in einem passenden, weißen Judogi gekämpft. Dieser sollte reißfest, sauber, trocken und frei von Beschädigungen sein. Finger- und Zehennägel sollten geschnitten sein. Lange Haare sollen in einem geflochtenen Zopf oder einem hohen Dutt zusammen gefasst sein und mit Haargummis ohne Metall so befestigt sein, dass sie den Kragen des Judogi frei lassen.